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My Sassy Girl


Romantischer geht´s nicht

Sven Jansen  

"My sassy girl" basiert auf autobiografischen Geschichten, die von Ho-sik Kim im Internet publiziert wurden. In Korea wurde dieser Film zum Blockbuster und landete auf Platz 2 der Jahres-Charts 2001. Zurecht? Diese Frage kann man nur mit einem bewegten "JA" beantworten. Abseits des US-Komödien-Mainstream hat es Regisseur Kwak Jae-young ("The Classic", "Windstruck") geschafft, eine amüsante, kurzweilige Rom-Com zu schaffen, die trotz der ungewöhnlich langen Laufzeit von über 2 Stunden bestens unterhält. Lediglich der zweite Akt, in dem ein Soldat auf einem Rummelplatz eine tragende Rolle spielt, ist etwas zu lang geraten. Dies verzeiht man ihm aber gern. Ansonsten stimmt einfach alles. Kamera, Schnitt und Musik fügen sich perfekt in das romantisch-lustige Spektakel ein. Spielereien wie die in kurzen Filmen gezeigten Drehbücher des Mädchens lockern das Ganze noch mehr auf. In der ersten Stunde überwiegt der komödiantische Teil und herrlich wird gezeigt, wie Kyon-woo erfolglos versucht, sich in der Beziehung zu behaupten. Egal was er versucht, in dieser Beziehung hat sie die Hosen an.

Nach der ersten Hälfte wird der Film etwas ruhiger und melancholischer, schafft es aber trotzdem spielend, das hohe Niveau zu halten. Und wer koreanische Filme kennt, weiß um die spezielle Art, Genres gekonnt zu vermischen. Perfekt ist auch die Auswahl der Hauptdarsteller. Die beiden geben mit ihrer erfrischenden Unbekümmertheit ein sympathisches Paar ab. Man leidet mit Cha Tae-hyun, der den leicht naiven aber sehr liebenswerten Loser Kyun-woo spielt und fragt sich oft, warum er sich immer wieder den Spielchen und Beleidigungen des rotzfrechen Mädchens aussetzt. Jeon Ji-Hyeon in der Rolle als durchgeknalltes, freches Mädchen ist auch bestens besetzt. Trotz oder gerade wegen ihres Auftretens ist man von ihr hingerissen. Wer also romantische Komödien mag, für den ist dieser Streifen einfach Pflicht. Punkt!

Unverständlicherweise ist dieser Film hierzulande noch nicht erschienen. Also muss (wie so oft) die teure aber fabelhafte DVD aus Korea oder die etwas günstigere DVD aus Hongkong als Alternative herhalten. Man sollte nur darauf achten, dass man sich den Director`s Cut kauft, da dieser dem Film mehr Tiefe verleiht und wichtige Dinge offenbart, die in der Kinofassung offen bleiben.

Übrigens ist für 2007 ein US-Remake (wie so oft) mit Elisha Cuthbert angekündigt. Spätestens dann wird wohl auch das Original in unseren Breiten mehr Beachtung finden. Und das zurecht!

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